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Städtische Gesellschaft unterfüttert ihre Begriffsneuheit
Stadtrendite-Touren mit der DEGEWO
16.10.2007 (GE 19/2007, Seite 1280) Verstehen, was geschieht, neue Einblicke und damit eine neue Sicht der Dinge zu bekommen, das sind Ziel und Konzept der jetzt angelaufenen Stadtrendite-Touren der DEGEWO. "Mit den Stadtrendite-Touren wollen wir Interessierten zeigen, daß sich Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung nicht ausschließen" so DEGEWO-Vorstand Frank Bielka. Wenn Jugendliche Verantwortung übernehmen und ihr Leben selbst gestalten, wenn Künstler einen Kiez verändern, wenn Standorte komplett ihr Image wandeln, seien das nur drei Beispiele für eine Antwort auf die Frage: Welchen Wert schafft ein kommunales Wohnungsunternehmen wie die DEGEWO-Gruppe für eine Stadt? "Stadtrendite" heißt der von der DEGEWO geprägte Begriff (vgl. GE 2006 [23] 1489), der mittlerweile bundesweit Karriere macht, denn immer mehr Unternehmen übernehmen die Berechnungsformel "Jahresüberschuß plus Ausgaben für gesellschaftliche Ziele plus gesellschaftliche Folgeerträge geteilt durch eingesetztes Kapital x 100 gleich Stadtrendite".
Auf der 1. Stadtrendite-Tour lernten Abgeordnete, Kommunalpolitiker und Journalisten das Brunnenviertel aus einem neuen Blickwinkel kennen. Unter der Führung Frank Bielkas bekamen die Teilnehmer eine ganz andere Sicht auf einen bislang wenig beliebten Kiez. Das Brunnenviertel, im alten Westen Synonym für innerstädtische Randlage, eher trostlose 70er-Jahre-Architektur und einen hohen Ausländeranteil. So blieb es auch nach der Wende mit den altbekannten Folgen: hoher Migrantenanteil, ein großer Anteil an modernem Prekariat, niedriges schulisches Niveau, kein Plan, keine Ahnung, wie es weitergeht. Eine Spirale nach unten ohne Ausweg? Die DEGEWO billigt dem Kiez Potential zu: Es bilde den Eckpunkt eines fast "magischen Dreiecks" zwischen Hackeschem Markt, Schönhauser Allee und eben dem Brunnenviertel, dessen Name übrigens von einem bekannten Heil- und Gesundbrunnen nördlich des Viertels stammt. Mittlerweile ist der Brunnen versiegt, aber die Ideen, die die DEGEWO entwickelt, könnten zu einem "Gesundbrunnen" für den ganzen Kiez werden.
Zu einem Magneten für das Brunnenviertel soll Berlins erstes innerstädtisches Outlet-Center werden. Das ist nicht nur neu in der Hauptstadt, sondern fast einmalig in ganz Deutschland. Die "City-Outlets" sollen mit starken Marken zu günstigen Preisen 30 % unter dem normalen Einzelhandelsverkaufspreis in die Brunnenstraße locken. Optisch ein neues Glanzlicht und mit Bus, U-, S- und Fernbahn gut zu erreichen, soll es neues (Geschäfts-) Leben in das Brunnenviertel ziehen. Die "City-Outlets" sind sowohl für Shopping-Touristen interessant, die vom Hackeschen Markt herüberstreifen, als auch für Berliner, denen der Weg in den Speckgürtel zu weit ist. Die DEGEWO ist hierbei sowohl für das Konzept als auch für die baulichen Maßnahmen verantwortlich und hat auch schon mit der Akquisition von Markenunternehmen begonnen.
Doch wirtschaftliche Attraktivität und neue Arbeitsplätze seien nur ein Weg, um einem Stadtviertel auf die Beine zu helfen. Wenn die sozialen Strukturen nicht stimmten, wenn insbesondere die Bildungssituation nicht verbessert werde, dann ist auf lange Sicht keine Verbesserung zu erreichen. Das Brunnenviertel werde nur dann für neue Mieter interessant, wenn bessere Schulstrukturen und Bildungschancen vorhanden seien. An der zweiten Station, der Stadtbibliothek, lernen die Tourteilnehmer, wie die lokale Bildungs- und Schulsituation zu verbessern ist. So bekommen etwa alle lokalen DEGEWO-Mieter kostenlos einen Bibliotheksausweis für ein Jahr, der sogar in allen Berliner Büchereien gilt. Darüber hinaus hat die DEGEWO ein Bildungsnetzwerk der örtlichen Schulen initiiert und unterstützt die Aktivitäten auch finanziell. Inzwischen hat der Senat das Thema aufgegriffen: Dieses erfolgreiche Modell soll auch auf andere Standorte übertragen werden. Mehr noch: Sogar EU-Fördermittel konnten eingeworben werden. Nicht zuletzt haben Schüler der Ernst-Reuter-Oberschule durch die DEGEWO die Möglichkeit erhalten, einen Film über ihren Kiez zu drehen.
Marzahn stand im Mittelpunkt der Jugend-Tour "Mit der DEGEWO Chancen ergreifen". Die Teilnehmer der Tour lernten die "RooF BMX Halle" und die "Dirtstrecke" am Nordring sowie das Kulturhochhaus kennen. Über die gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke konnte dann mit Jugendlichen und Anwohnern diskutiert werden. "Wir hoffen, mit unseren Touren die vielen Facetten einer großen Stadt, ihrer Bewohner und die Möglichkeiten eines kommunalen Wohnungsunternehmens deutlich zu machen", erklärt Frank Bielka, "eines Unternehmens, das sich über das übliche Maß eines normalen Wohnungsvermieters hinaus engagiert. Und darauf sind wir stolz."
Zu einem Magneten für das Brunnenviertel soll Berlins erstes innerstädtisches Outlet-Center werden. Das ist nicht nur neu in der Hauptstadt, sondern fast einmalig in ganz Deutschland. Die "City-Outlets" sollen mit starken Marken zu günstigen Preisen 30 % unter dem normalen Einzelhandelsverkaufspreis in die Brunnenstraße locken. Optisch ein neues Glanzlicht und mit Bus, U-, S- und Fernbahn gut zu erreichen, soll es neues (Geschäfts-) Leben in das Brunnenviertel ziehen. Die "City-Outlets" sind sowohl für Shopping-Touristen interessant, die vom Hackeschen Markt herüberstreifen, als auch für Berliner, denen der Weg in den Speckgürtel zu weit ist. Die DEGEWO ist hierbei sowohl für das Konzept als auch für die baulichen Maßnahmen verantwortlich und hat auch schon mit der Akquisition von Markenunternehmen begonnen.
Doch wirtschaftliche Attraktivität und neue Arbeitsplätze seien nur ein Weg, um einem Stadtviertel auf die Beine zu helfen. Wenn die sozialen Strukturen nicht stimmten, wenn insbesondere die Bildungssituation nicht verbessert werde, dann ist auf lange Sicht keine Verbesserung zu erreichen. Das Brunnenviertel werde nur dann für neue Mieter interessant, wenn bessere Schulstrukturen und Bildungschancen vorhanden seien. An der zweiten Station, der Stadtbibliothek, lernen die Tourteilnehmer, wie die lokale Bildungs- und Schulsituation zu verbessern ist. So bekommen etwa alle lokalen DEGEWO-Mieter kostenlos einen Bibliotheksausweis für ein Jahr, der sogar in allen Berliner Büchereien gilt. Darüber hinaus hat die DEGEWO ein Bildungsnetzwerk der örtlichen Schulen initiiert und unterstützt die Aktivitäten auch finanziell. Inzwischen hat der Senat das Thema aufgegriffen: Dieses erfolgreiche Modell soll auch auf andere Standorte übertragen werden. Mehr noch: Sogar EU-Fördermittel konnten eingeworben werden. Nicht zuletzt haben Schüler der Ernst-Reuter-Oberschule durch die DEGEWO die Möglichkeit erhalten, einen Film über ihren Kiez zu drehen.
Marzahn stand im Mittelpunkt der Jugend-Tour "Mit der DEGEWO Chancen ergreifen". Die Teilnehmer der Tour lernten die "RooF BMX Halle" und die "Dirtstrecke" am Nordring sowie das Kulturhochhaus kennen. Über die gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke konnte dann mit Jugendlichen und Anwohnern diskutiert werden. "Wir hoffen, mit unseren Touren die vielen Facetten einer großen Stadt, ihrer Bewohner und die Möglichkeiten eines kommunalen Wohnungsunternehmens deutlich zu machen", erklärt Frank Bielka, "eines Unternehmens, das sich über das übliche Maß eines normalen Wohnungsvermieters hinaus engagiert. Und darauf sind wir stolz."






