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News


Mutter (Vermieterin) durfte der Tochter (Mieterin) nicht wegen beleidigender Äußerungen kündigen
Schmähungen unter Familienangehörigen gehören nicht vor den Kadi!
18.10.2019 GE 18/2019, S. 1147 - Der Vermieter kann das Wohnraummietverhältnis fristgerecht kündigen, wenn der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat. Wird der Vermieter beleidigt, handelt es sich um eine solche Pflichtverletzung (LG Leipzig, NZM 2002, 247); Pöbeleien und Ausraster im engsten Familienkreis sollen dagegen weniger schwerwiegend sein – so das LG Berlin; eher trifft für das Verletzungsausmaß das Gegenteil zu.
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Anspruch auf Beseitigung eines Zauns zwischen den Grundstücken besteht auch nach vielen Jahren noch
Grunddienstbarkeit und Baulast für Stellplätze auf Nachbars Land
16.10.2019 GE 18/2019, S. 1146 - Früher war Voraussetzung für eine Baugenehmigung die Schaffung von ausreichenden Stellplätzen für Autos; notfalls waren diese auch auf dem Nachbargrundstück zu errichten, wobei dessen Eigentümer sich mit einer Baulast einverstanden erklären musste. Zivilrechtliche Ansprüche zwischen den Nachbarn konnten durch ein dingliches Wegerecht gesichert werden; Abwehransprüche daraus verjähren oft auch nach vielen Jahren nicht.
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Streupflicht auf Parkplätzen nicht einschränkungslos
Fußgänger müssen sich auch vorsehen
14.10.2019 GE 18/2019, S. 1145 - Auch bei allgemeiner Glättebildung besteht keine uneingeschränkte Räum- und Streupflicht, so der BGH, der sich mit dem Umfang der Streupflicht auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes auseinandersetzen musste.
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Keine Entschädigung des Erbbauberechtigten nach Beendigung des Erbbaurechts durch Zeitablauf
Ausschluss durch Vereinbarung und Unterschiede zum „Heimfall“
11.10.2019 GE 18/2019, S. 1143 - Erlischt das Erbbaurecht durch Zeitablauf, hat der Grundstückseigentümer dem Erbbauberechtigten eine Entschädigung für das Bauwerk zu leisten. Die Entschädigung kann im Erbbaurechtsvertrag aber ausgeschlossen werden (§ 27 Abs. 1 ErbbauRG).
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Streitwertberechnung
Bei Instandsetzung durch Beschlussersetzung
09.10.2019 GE 17/2019, S. 1080 - Das Klägerinteresse an einer gerichtlichen Beschlussersetzung hinsichtlich einer Instandsetzung bemisst sich an den ihn persönlich treffenden Kosten für die Maßnahme, kann sich aber noch durch eine erlittene Wertminderung der Wohnung erhöhen.
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Zweckentfremdung: Keine Mietobergrenze für Neubauwohnungen
Lompscher scheitert vor dem VG Berlin
07.10.2019 GE 17/2019, S. 1076 - Das Land Berlin darf eine Genehmigung nach dem Zweckentfremdungsverbot-Gesetz (ZwVbG) für den Abriss von Mietwohnungen nicht mit der Begründung verweigern, der Neubau überschreite eine Nettokaltmiete von 7,92 €/m². Das hat das VG Berlin entschieden.
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Inkassodienstleister: Unwirksames Erfolgshonorar
Tätigkeit im Rahmen von angeblichen Verstößen gegen die Mietpreisbremse
04.10.2019 GE 17/2019, S. 1076 - Beauftragt der Mieter einen Inkassodienstleister mit der Durchsetzung von Ansprüchen gegen seinen Vermieter wegen angeblicher Verstöße gegen die sog. Mietpreisbremse, stehen dem Inkassodienstleister abtretbare Ansprüche auf Erstattung vorgerichtlicher Rechtsverfolgungskosten unabhängig von seiner sonstigen Aktivlegitimation nicht zu, wenn er in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit dem Mieter ein Erfolgshonorar vereinbart hat, aber – gemessen an dem Inhalt seines ersten Rügeschreibens gegenüber dem Vermieter – die in diesem Schreiben aufgeführten Ansprüche nicht oder nicht vollständig durchsetzen konnte.
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Zu eng gebauter Tiefgaragenstellplatz stellt einen Mangel dar
Nutzung nur von hinten durch die Brust
02.10.2019 GE 17/2019, S. 1075 - Ein zusammen mit dem Erwerb einer Eigentumswohnung mitgekaufter enger Tiefgaragenstellplatz, der einem Durchschnittsfahrer mit einem gehobenen Mittelklassefahrzeug das Einparken in unzumutbarer Weise erschwert oder unmöglich macht, stellt einen Mangel dar.
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Angemessene Abrechnungsfrist nach Mietende und Verwertungsbefugnis wegen streitiger Ansprüche
Mietkaution: BGH klärt einen weiteren mietrechtlichen Streitpunkt
30.09.2019 GE 17/2019, S. 1074 - Nach Ende des Mietverhältnisses muss der Vermieter über die erhaltene (Bar-) Kaution abrechnen. Gibt es hierfür feste Fristen? Wie kann die Abrechnung erfolgen, und dürfen auch streitige Forderungen verrechnet werden? Hiermit befasst sich die BGH-Entscheidung und klärt einen weiteren mietrechtlichen Streitpunkt.
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Nebenintervention nach Klageabweisung gegen den störenden Nachbarn: Berufung durch den Mieter
Blinkende Werbetafel beeinträchtigte Mitarbeiter des Gewerbemieters
18.09.2019 GE 16/2019, S. 1004 - Wenn die Klage des Vermieters gegen den Eigentümer eines Nachbargrundstücks wegen Immissionsbeeinträchtigungen abgewiesen worden ist, kann der nach Streitverkündung beigetretene Mieter mit Zustimmung des Vermieters Berufung einlegen, allerdings nur dann, wenn sein Beitritt wirksam i.S.d. § 66 Abs. 1 ZPO (Wortlaut nebenstehend) war. Mit dem hierfür erforderlichen rechtlichen Interesse befasst sich die Entscheidung des OLG Rostock.
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